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Parkettverlegung auf Elastilon®

Meine Frau und ich haben beschlossen, in unserem Landhaus im ersten Stock in zwei Zimmern (12qm und 14qm) Parkett zu verlegen. Wir wollten maximal schnell einen schönen Parkettfussboden vor Augen bekommen. Da die Zimmer relativ klein sind, wollten wir das Parkett ohne Fasen verlegen, damit es homogen aussah und den Raum visuell vergrösserte.

Wir betrachteten zwei Varianten: Entweder das Fertigparkett 3-Schicht mit geölter Oberfläche oder Massivdielen ohne Fasen zu verlegen, und danach diese zu ölen. Es gelang uns nicht, das dreischichtige geölte 1-Stab Fertigparkett zu finden. Wir bedauern es trotzdem keine Minute, denn wir haben eine umweltfreundlichere Variante gefunden – massive Eichendielen von Feinex Vooholzböden Sortierung Classic, Breite 108mm, gemischte Längen (300-2200mm), ohne Fase.

Die wichtigste Frage für uns bestand darin, wie rasch das Parkett verlegt werden kann und ob es notwendig war, einen Profilparkettleger mit der Arbeit zu beauftragen. Es hat sich herausgestellt, dass die meisten Profilparkettleger, mit denen wir Kontakt aufgenommen hatten, zu viel im August zu tun hatten und und zu uns bestenfalls in 2-3 Wochen kommen konnten. Diejenigen, die sich für bereit erklärten, die ganze Arbeit zu machen, kamen uns als Laien vor, da sie nicht imstande waren, uns per Telefon alle Vor- und Nachteile verschiedener Parkettverlegungsarten zu beschreiben. Dann beschlossen wir, die Zimmer selbstständig zu parkettieren. Wir haben Infos über Elastilon® gelesen – eine selbstklebende Folie, die es ermöglicht, den massiven Holzfussboden direkt auf den Estrich zu verlegen, als auch Trittschalldämmung und Wasserabdichtung sichert. Nach einer Beratung mit dem Verkäufer bestellten wir 27qm Elastilon® (unter Berücksichtigung des Verschnitts) und machten uns an die Verlegung.

Ich habe das Parkett zusammen mit dem Schwiegervater verlegt. Zuerst reinigten wir den Raum. Es stellte sich aber heraus, dass unser Betonfudament ein weinig uneben war, man traf kleinere Unebenheiten und Steine, die geebnet werden mussten. Der Elastilon®-Verkaufer hatte uns gesagt, dass die Töleranz für Narbenzugoberfläche nicht mehr als 2% pro 1,5 Meter (d.h. 3mm pro 1,5 Meter) sein soll. Wie es sich spater erwies, gilt diese Empfehlung nur für stufenlose Unebenheiten, falls aber ein 3-5mm grosser Stein im Estrich hervorragt, sollte man ihn lieber entfernen. Wir fanden einen einfachen Ausweg – alle gewolbten Unebenheiten wurden mit einem Hammer und elektrischen Werkzeugen geebnet, und alle hohlen Unebenheiten liessen wir unverandert (es gab diese nicht so viel).

Es wurde uns erklart, man verlege Elastilon® auf eine Grundlage mit dem Feuchtigkeitsgrad von nicht mehr als 3%, und im Prinzip sollte der Narbenzug nach einem Monat und bei gutem Wetter trocken werden. Wir haben den Feuchtigkeitsgrad nicht gemessen, weil wir keine notwendigen Instrumente dafür hatten. Nach Ablauf von 30 Tagen war es trotzdem deutlich zu sehen, dass das Beton wirklich trocken war. Da es heiss auf der Strasse war, bedeckten wir den Estrich auf alle Falle mit einem Stuck Folie. Am Abend pruften wir, ob es trocken war.

Als wir die Raumreinigung und Fussbodenebnung beendeten, war es schon 12 Uhr nachmittags. Am Anfang der Parkettverlegung breiteten wir eine Polyathylenfolie mit einer Uberdeckung von ca. 20cm und hefteten einzelne Foliestucke mit Klebeband zusammen. Dann pruften wir nochmals die Fussbodenoberfläche, damit diese keine Steine und keine grossen Unebenheiten enthielt (unter der Folie sieht man diese besser).

Danach breiteten wir Elastilon®, schon aber ohne Uberdeckung, mit der klebrigen Seite empor senkrecht gegenuber den Parkettdielen aus. Danach nahmen wir die Schutzschicht in der ganzen Lange des Zimmers und legten statt der Schutzfolie eine gewohnliche doppelt zusammengefaltete Folie drauf. Die Folie haben wir so geklebt, damit man sie leicht unter den Dielen hervor in der Verlegungsrichtung ausziehen konnte. Auf diese Folie legten wir 2 erste Dielenreihen. Stirnseite jeder Diele bestrichen wir mit dem Kleber D3 (wir verwandten den Parkettkleber Tarkett D3).

Bei der Verlegung der ersten Reihen zogen wir auch in Betracht, dass die Dielenfugen nicht gegenuber einander waren und dass die Entfernung zwischen den Fugen nicht weniger als 15cm war (zwecks eines schoneren Aussehens und einer festeren Konstruktion), was ein schoneres Aussehen und eine haltbare Konstruktion sichern konnte. Als die ersten Reihen verlegt wurden, nahmen Keile und befesteten diese der Wand entlang, damit die Parkettdielen 15mm weit von der Wand lagen und die Keile stemmten. Dann beschlugen wir die Dielen, druckten diese an die Keile und fingen an, die Folie unter den Dielen hervor vorsichtig auszuziehen. Das Parkett wurde verklebt! Im weiteren benutzten wir die Schutz-Folie der Elastilon®-Rolle, die wir einbogen und auf die wir nachste Dielenreihe verlegten. Nach der Verlegung jeder Reihe zogen wir die Schutzfolie so, damit 2-3cm der Folie unter der letzten Diele liegen blieben (auf diese Weise liessen sich auch nachste Dielenreihen viel leichter verlegen).

Bis zu den letzten Reihen haben wir keine Sage gebraucht. Da wir die Dielen mit gemischten Langen hatten, konnten wir problemlos die Dielen so auswahlen, damit ihre Lange zu der Zimmerlange maximal ahnlich waren (+/- 10cm). Die Verlegung verlief sehr schnell, etwa zum 6 Uhr abends waren wir mit der Arbeit fertig. Nach der Verlegung druckten wir die letzte Reihe mit den Keilen, und gegen 19 Uhr war das Parkett im Zimmer vollig verlegt.

Das Parkett in unserem zweiten Zimmer verlegten wir zu dritt. Das haben wir in weniger als 1 Tag geschafft. Dank Elastilon® wurde es moglich, Massivdielen selbststandig zu verlegen. Die Verlegung verlauft sehr schnell und einfach. Wir sind mit Elastilon® sehr zufrieden. Im Ergebnis sieht unser Fussboden genauso aus, wie wir es mochten! Wir empfehlen also allen Menschen, die einen schonen umweltfreundlichen Fussboden haben wollen, Massivdielen auf Elastilon® zu verlegen.


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