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Vor dem Schleifen: Vorbereitung

Generell soll vor dem Beginn der Schleifarbeiten der Boden gereinigt werden. Alte Holzböden sind auf hervorstehende Nagel zu überprufen, um eine Funkenbildung bei den Schleifarbeiten zu verhindern. Sockelleisten sollten ebenfalls vorher entfernt werden.

Zwischenschliff / Kopfschliff

Der Zwischenschliff - auch Kopfschliff genannt - soll vor einem weiteren Versiegelungsauftrag die Fläche von Verunreinigungen und aufstehenden Fasern (wie etwa nach dem Auftrag einer Beize) befreien. In der Regel wird er mit einem elastischen Schleifklotz von Hand vorgenommen, um Fehlstellen zu vermeiden.

Welche Schleifmaschine setze ich ein?

Walzenschleifmaschinen waren die ersten Schleifmaschinen: robust, leicht zu handhaben. Die Schleifmittel sind einfach zu wechseln. Dieser Maschinentyp ist bedienerfreundlich und wird deshalb gerne als Leihmaschine eingesetzt, neigt jedoch bei unsachgemäßer Handhabung zum Wellenschliff.

Die Vierscheiben-Schleifmaschine ist als eine Allround-Maschine zu betrachten. Die Maschine wird von der Unterbodenbehandlung über die Fertigparkettrenovierung bis zum Feinzwischenschliff eingesetzt.

Bandschleifmaschinen werden sowohl im Kleinbereich, als auch im Großobjekt eingesetzt. Durch Mehrfachverstellung des Walzendruckes kann man sie auf fast jeder Parkettart und Holzsorte einsetzen.

Randschleifmaschinen werden mit verschiedenen Vorsatzen geliefert. Ein genaues Schleifen im Randbereich wird so ermöglicht.

Für kleinere Flächen bietet die Industrie kleinere Bandschleifmaschinen an, die mit einer Seite bis an den Rand heran arbeiten.

Welche Schleifmittel in welcher Kornung?

Die Kornung des Schleifmittels gibt die Große des eingesetzten Korns auf dem Schleifpapier an. Je kleiner die Zahl, desto gröber (größer) das Korn. Dabei wird unterschieden zwischen "Dichter Streuung" (Schleifpapier unter der Kornung kaum zu erkennen) und "Offener Streuung" (Platz zwischen den einzelnen Körnern für die Aufnahme von alten Öl- oder Farbresten).

Alles über das eigentliche Schleifen

Beim Arbeiten mit einer Bandschleifmaschine sollte immer von links nach rechts gearbeitet werden, dabei ist eine Schleifbahn = 1x vorwarts und 1x rückwarts in dieser Bahn. Der folgende Schleifbahnversatz sollte nicht mehr als 85% der Walzenbreite überschreiten.

Der Schleifdruck kann bei den meisten Maschinen in mehrere Druckstufen verstellt werden. Der Schleifdruck sollte der Kornungsfolge angepaßt und bei zunehmend feinerer Kornung verringert werden. Ebenso sollte die Schrittgeschwindigkeit bei zunehmend feinerer Kornung schneller werden. Je größer diese Geschwindigkeit, umso geringer der Abtrag. Generell sollten die Schleifvorgänge mit der Bandschleifmaschine in einem bestimmten Winkel zur Faserrichtung in Abhängigkeit der entsprechenden Holzart durchgeführt werden.

Mosaikparkett: im Winkel von 45°; Stabparkett: im Winkel von ca. 7 - 15° (Feinschliff in Faserrichtung)

Alte Dielen: 1. Schliff in Maserrichtung zur Egaliesierung grober Versätze, dann Diagonalschliff

Schleifrichtung

In Abhängigkeit von der Verlegeart sollte der Vorschliff und der Feinschliff vorgenommen werden.

Randschliff

Die Randschliffmaschine sollte ohne zusätzlichen Druck mit kreisenden Bewegungen am Rand entlanggeführt werden. In die kleinsten Ecken und Winkel kommt man bequem mit dem sog. Deltaschleifer.


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